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Dieser Blog handelt von wirkungsvollen Modellen der menschlichen Kommunikation im beruflichen und privaten Bereich.

Ihre aktive Beteiligung auf dieser Seite in Form von Kommentaren und eigenen Beiträgen ist uns sehr willkommen.

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Das Meta-Modell der Sprache

Das Meta-Modell der Sprache ist ein sehr nützliches Modell aus dem NLP, das zeigt, wie Sprache psychologisch funktioniert. Es besteht in seiner praktischen Anwendung aus :

1. einem Katalog von „Meta-Modell-Verletzungen“. Das sind häufig zu beobachtende Sprachmuster, die Tilgungen, Generalisierungen und Verzerrungen beschreiben. Die Kenntnis dieser Muster erlaubt es, die elementaren Prozesse menschlicher Modell-Bildung im Alltag bei anderen und bei sich zu erkennen, und

2. aus einem Katalog von sprachlichen Reaktionen auf diese „Verletzungen“. Mit diesen Reaktionen soll beim Gesprächspartner ein Prozess der „Selbstexploration“ ausgelöst werden.

Sprachmuster für die Erkundung der Tiefenstruktur nach dem Metamodell zur Rückgewinnung verlorener Informationen

Das Meta-Modell bietet Möglichkeiten, diese drei Prozesse zu hinterfragen und dadurch verloren gegangene Informationen wieder zu gewinnen. Informationen gewinnen heißt hier, eine präzise und vollständige Beschreibung des vom Sprecher präsentierten Inhalts durch spezielle Fragen zu erlangen. Dieser Prozess hilft dabei, die Verbindung zwischen der Sprache des Sprechers und seiner vollständigen Erfahrung wieder herzustellen.

Hier nur eine beispielhafte Auswahl an Sprachmustern.

Das Meta-Modell der Sprache ist insgesamt um einiges umfangreicher.

Generalisierung

Metamodellverletzung Beispiel Aufgabe Frage
UniversalquantorenVon einem Einzelerlebnis auf alle übertragen (alle; jeder; niemals; immer; jedermann;
niemand; nie etc.)
„Sie hört mir nie wirklich zu.“ Finde ein Gegenbeispiel.Wirkung, Ergebnis. „Niemals?“„Was würde passieren, wenn sie zuhören würde?“ 
ModaloperatorenModaloperatoren der Notwendigkeit
(sollte/sollte nicht; muss/muss nicht;
brauchen; es ist notwendig)Modaloperatoren der (Un)Möglichkeit
(kann/kann nicht; will / will nicht;
möglich – unmöglich)

 

„Ich muss für sie sorgen.“ 

Ich kann ihm nicht die Wahrheit sagen.“

Finde die Auswirkungen, Ergebnisse. 

Finde die Ursachen.

Was würde passieren, wenn Du es nicht tätest?“  „Darf das sein?“„Was würde passieren, wenn Du es tätest?“
„Was hält Dich davon ab?“

 

Gleichsetzung (komplexe Äquivalenz)Es wird die Gleichwertigkeit zweier Ereignisse behauptet. Zwei  Erfahrungen werden als synonym interpretiert. „Sie schreit mich dauernd an, sie mag mich nicht.“ Finde ein Beispiel, das die Gleichsetzung widerlegt. „Bedeutet Anschreien immer ‚nicht mögen’?“

 

Tilgung

Metamodellverletzung Beispiel Aufgabe Frage
Einfache TilgungDas Substantiv wird weggelassen „Ich fühle mich unwohl.“ Finde die Tilgung. „Wegen was (wem) fühlst Du Dich unwohl?“
Fehlender Referenzindex „Sie hören mir nicht zu.“ Finde den Referenzindex. „Wer genau hört Dir nicht zu?“
Vergleichende TilgungEs fehlt das Objekt oder der Maßstab „Das ist mir zu teuer.“ Finde den Vergleich. „Es ist teurer als was?Im Vergleich wozu?“
Unspezifische Verben „Er lehnt mich ab.“ Stelle das Verb heraus. „Wie lehnt er Dich ab?“„Was genau macht er, dass Du Dich abgelehnt fühlst?“

 

Verzerrung

Metamodellverletzung Beispiel Aufgabe Frage
GedankenlesenDer Irrglaube, den inneren Zustand von jemandem zu kennen. „Du magst mich nicht.“ Finde die Quelle der Information heraus. „Woher weißt Du, dass ich Dich nicht mag?“
Überzeugung(verlorener Performativ)Die Person, die die Beurteilung abgibt, ist ausgeschlossen. „Es ist schlecht, inkonsequent zu sein.“ Finde die Quelle der Überzeugung heraus. „Wer sagt das?“„Für wen ist es schlecht, inkonsequent zu sein?“
Ursache – WirkungDie Ursache für ein Gefühl oder einen Zustand wird fälschlicher-weise außerhalb des Selbst gesehen. „Du machst mich traurig.“ Stelle den Zusammenhang richtig. „Wie beeinflusst Dich das, was ich mache dahingehend, dass Du meinst, traurig sein zu müssen?“
VorannahmenAussagen mit Präsuppositionen, die als wahr angenommen werden müssen, damit der Satz einen Sinn ergibt. „Wenn mein Mann wüsste, wie sehr ich leide, würde er das nicht tun.“ Überprüfe die Vorannahmen „Wie leidest Du?“„Woher weißt Du, dass Dein Mann es nicht weiß?“„Woher weißt Du, dass Dein Mann sich dann anders verhalten würde?“

 

NominalisierungWörter, die einen Prozess beschreiben;Verben, die Substantive umgewandelt wurden „Er ist ein Versager.“ Wandle das Substantiv in das Verb um. Gehe zurück zu dem Prozess und finde die Tilgung und den Referenzindex. „Worin hat er versagt?“

 

HINWEIS:

Achte bei der Anwendung dieser Fragetechniken auf einen echten und guten Rapport zu Deinem Gesprächspartner und sei in Deiner Vorgehensweise sparsam, respektvoll und einfühlsam.

Diese Techniken wurden dazu entwickelt, innere Veränderungsprozesse auszulösen. Daher kann jedes Übermaß oder zielloses Fragen dazu führen, dass Dein Gegenüber dies als „Ausfragen“ erlebt und/oder sich nicht ernst genommen oder gar veralbert fühlt!

 

„Die Qualität unserer Fragen bestimmt die Qualität der Antworten, die wir bekommen!“

Das NLP-Metamodell ist ein wichtiger Teil einer NLP-Ausbildung.

 

 

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