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Einfach anfangen? Aufschieben hat meistens einen Grund!

Jetzt loslegen - ach, morgen ist auch noch ein Tag!

Jetzt loslegen – ach, morgen ist auch noch ein Tag!

Es gibt Aufgaben, die wir gerne übernehmen, wir freuen uns darauf, legen los und ohne viel Aufhebens ist die Sache erledigt. Und dann gibt es andere Arbeiten, die schieben wir unendlich vor uns her. Und das nicht, weil wir Erledigungen generell gerne so handhaben, eben vieles auf den letzten Drücker erledigen, sondern weil uns gerade hier etwas zutiefst hemmt: Etwa die Angst, zu versagen, nicht gut genug zu sein, nicht die erwartete Leistung zu bringen.

So manch ein Student kennt es: Alle Scheine sind gemacht, jetzt gilt es „nur“ noch die Abschlussarbeit zu erledigen. Auch wer schon im Berufsleben steht und eine Fortbildung absolviert hat vielleicht schon erlebt, dass eine Prüfung ansteht, um das begehrte Zertifikat zu erlangen, aber die Anmeldung immer wieder hinausgezögert wird, es gibt ja noch einen Prüfungstermin in einem Vierteljahr. Was haben wir schon erlebt, was wir in solchen Situationen tun? Verdrängen, Verschieben und Ablenken sind da Hilfsmittel, zu denen wir gerne greifen. Plötzlich kümmern wir uns mit Leidenschaft um den Haushalt, nur um nicht den Vortrag schreiben zu müssen. Es fallen uns alle möglichen Erledigungen ein, die nun zuerst abgearbeitet werden müssen, danach ist ja immer noch Zeit, die Prüfungsaufgaben zur Hand zu nehmen. Vielleicht häufen wir auch in unserem Kalender jede Menge Termine an, damit klar ist: Zeit für die unangenehme Aufgabe haben wir sicher nicht!

Gleichzeitig fühlen wir uns damit aber schlecht. Zwar haben wir die anstehende Herausforderung überlagert mit anderen Dingen, reden uns ein, diese seien auch alle wichtig und können viele gute Gründe nennen, warum wir erst morgen, oder übermorgen, oder erst nächste Woche wieder Zeit haben, uns um die leidige Sache zu kümmern, doch in uns drinnen nagt es. Unerledigtes bleibt für das Gehirn ein offener Loop und taucht immer wieder auf.[1] Kaum haben wir einen Moment der Ruhe und sind nicht abgelenkt, tauchen die Gedanken an das auf, was wir „eigentlich“ ja noch machen müssten. Was hilft? Weiter ablenken, etwa im Internet surfen um stundenlang nach wichtigen Informationen zu unserem Aufschiebe-Projekt zu suchen. Doch leider hilft das nur kurz und das schlechte Gewissen, der innere Stress und die Unzufriedenheit mit uns selbst bleiben erhalten. Wenn dann noch der gut gemeinte Ratschlag kommt: „Fang doch einfach an! Das wird schon!“ kommt zur Unzufriedenheit schnell noch Wut und Ärger hinzu.

Doch was kann uns in einer solchen Situation wirklich unterstützen? Nicht nur im NLP, auch in anderen Bereichen der Psychologie oder der Familientherapie, kennen wir das Modell der inneren Anteile[2]: Es hilft uns, widerstrebende Positionen, die in uns selbst auftreten, wahrzunehmen und einordnen zu lernen. Es hilft uns besser vorstellen zu können, wie diese miteinander Ringen. Wir stellen uns vor, ein innere Anteil möchte die Herausforderung gerne erledigen und hinter sich bringen, ein anderer will aber genau das Gegenteil – sich nur nicht damit befassen. Die Frage ist nun: Warum möchte er das? Hat er Angst zu Versagen? Ist er zu perfektionistisch und meint, absolut perfekt bekommen wir das nicht hin, dann lassen wir es besser gleich? Will er uns vor einer Blamage schützen? Ist die Aufgabe für ihn unübersehbar und zu groß?

Im NLP gibt es die Grundannahme, dass jeder Mensch für sein Handeln einen guten Grund hat (was nicht bedeutet, dass dieses Handeln für andere gut im Sinne von „positiv wirksam“ sein muss). Diese Grundannahme wird auch auf die inneren Anteile übertragen, so dass alle in diesem Modell auftretenden Bestrebungen eine Absicht zu Grunde liegen haben. Da diese Anteile ja nur gedacht sind und damit zu uns selbst gehören, haben sie eine Absicht, die in irgendeiner Weise förderlich für uns ist. Die Grundannahme der positiven Absicht hinter einem Verhalten, gilt ja nicht nur für andere, sondern auch für uns selbst. Wenn wir also eine Aufgabe nicht angehen, gibt es dafür einen guten Grund.

Und diesen herauszufinden ist die eigentliche Aufgabe: Das kann idealerweise in einem professionellen Coaching erfolgen, wir können auch das Gespräch mit einer uns nahestehenden Person suchen oder es selbst einmal probieren: Was könnte die gute Absicht davon sein, diese Aufgabe nicht zu erledigen? Was bringt uns das? Ist die Aufgabe z.B. eine, die wir uns gar nicht selbst gesetzt haben, sondern die uns aufgetragen wurde, kann die gute Absicht sein, dass wir uns darüber klar werden, ob und wie viele solcher Aufträge wir überhaupt annehmen wollen. Abgrenzung wäre dann unser Thema. Ist es eine Herausforderung, die wir uns selbst auferlegt haben, könnte es sein, dass wir sie übernommen haben, weil „man“ das halt so macht. Hier gilt es, nach unseren eigenen, echten und inneren Wünschen zu schauen. Und wenn es eine Aufgabe ist, die wir wirklich selbst übernehmen wollen, dann könnten uns wie oben angeführt Perfektionismus oder Versagensängste im Weg stehen.
Dieser erste Schritt im Umgang mit uns selbst hilft uns, zu erkennen, was gerade in uns passiert, denn es ist kein Zufall, wie wir uns verhalten, weil unser Handeln stets aus unseren inneren Prozessen resultiert. Erst wenn wir erkennen, was uns innerlich beschäftigt und antreibt, können wir uns in weiteren Schritten damit befassen, wie wir mit diesem größeren Verständnis zu neuen Verhaltensweisen gelangen können, die uns deutlich zufriedener machen und uns nicht mehr hemmen und behindern, sondern bereichern und beflügeln.

[1] Cordula Nussbaum:  Organisieren Sie noch oder leben Sie schon? Zeitmanagement für kreative Chaoten

[2] Vgl. Virginia Satir, Schulz von Thun

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