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Sehen wir die Welt nur aus dem Kameraobjektiv?

Es ist unser ureigenster Fokus, den wir auf die Welt um uns herum richten.

Es ist unser ureigenster Fokus, den wir auf die Welt um uns herum richten.

Gerade sitze ich am Computer und sichte die Fotos auf meinem Handy. Welche davon eignen sich als Motiv für meinen Blog? Einige davon habe ich schon unterwegs nur für diesen Zweck gemacht: Die Heuballen, die im untergehenden Licht vor der immer dunkler werdenden Silhouette der Bäume gerade noch golden aufleuchten und uns sagen, dass es Herbst wird, dass die Erntezeit da ist, die Zeit, um zu reflektieren und die Schätze des Jahres zu bergen. Andere Bilder habe ich einfach so gemacht, weil sie mir einfach gefallen haben, diese Sonnenblumen, von denen eine so punkig ist und ganz anders als die anderen. Oder die bizarr beleuchtete Wolke, die sich unbedingt vor die grell leuchtende Sonne schieben musste. So sehe ich mir die Bilder an und sortiere, wähle aus und wäge ab. Welche löschen, welche behalten? Welche geben nur mir einen Sinn, welche haben auch für andere eine Bedeutung? Möglichst die Gleiche, wie für mich, denn ich füge ja dann genau dazu meinen Text, der sich aus der Inspiration des Bildes ergibt.

Während ich also in meine Arbeit vertieft sitze und die vielen grünen, sonnigen, himmelblauen und knorrig braunen Bilder betrachte, kommt in mir plötzlich ein ganz neuer Gedanke auf: Das sind ja alles Fotografien aus meinem Leben! Das alles habe ich echt gesehen, zum Teil sogar gerochen (das duftende Heu) oder hautnah gespürt (die raue Rinde des Baumes), das alles sind Puzzleteile meiner Wanderungen durch die Natur. Während dieser Gedanke in mir Raum greift, steigt ein großes, helles Glücksgefühl in mir auf und erfüllt mich immer mehr. Dieser wunderbare Stein, den ich da fotografiert habe, ist ein Teil meines Lebens! Ich strahle, freue mich, sitze noch immer vor meinem Computer, von Glück erfüllt. Ist es nicht ein Segen, so viel Schönes zu bemerken, festzuhalten und auch für andere greifbar und sichtbar zu machen? Diesen wunderbar natürlichen Dingen eine ganz eigene, individuelle und wohlbedachte Bedeutung zu geben?

Und ich wäre nicht voll und ganz von NLP durchdrungen, wenn sich mir nicht ein weiterer Gedanke anschließen würde: Wieviel von dem, was ich sehe, aufsammle und weitergebe, ist eigentlich wirklich da? Denn letztlich ist es nur ein Bruchteil von dem, was mich umgibt, was ich da mit meiner Kamera eingefangen habe. Wieviel mehr ist mir entgangen und wartet noch darauf, von mir entdeckt zu werden? Denn wenn ich in meiner Wander-Stimmung gerade ein wenig wehmütig war, sind mir sicher mehr Inspirationen und Bilder zum Thema Herbst und Abschied ins Auge gerückt, die mich wunderbar melancholisch gestimmt haben. War ich fröhlich und lustig gelaunt, vielleicht sogar in Begleitung meines höchst alternativen Sohnes unterwegs, da ist mir eher die punkige Sonnenblume, die so anders war als alle anderen auf ihrem Feld, aufgefallen. Und hatte ich Lust, mal wieder zu verreisen und in die Ferne zu ziehen, da ist mein Auge den Wolken gefolgt, die sich die Freiheit nehmen, mit dem Wind gerade da hin zu ziehen, wo es genau richtig ist für sie.

Sehen wir nur das, was gerade richtig ist? War es eben kein Zufall, sondern unserer Stimmung entsprechend, was zu uns kommen soll? Ist alles nur fokussierte Wahrnehmung? Ausschlusskriterium unter Vorbehalt der eigenen Stimmung? Was viel schöner ist, als Selektion und Vorbestimmung, ist der Gedanke, dass wir selbst es sind, die mit unserer Aufmerksamkeit unsere ganz und gar ureigene Energie auf das richten, was uns gerade Wichtig ist und gut tut, auf die Sonnenblume, die von Besonderheit und deren exzentrischer Schönheit erzählt, auf die Wolke, die ganz eigenwillig die Sonne bedeckt und durch dieses rigorose Vorgehen ganz wunderbar umstrahlt wird und von den Heuballen, die eine duftende und leuchtende Erntezeit einläuten und uns dazu anhalten, einmal zu reflektieren, was gerade unsere innere Ausrichtung, unser Gefühl und unsere Orientierung ist. Denn die Welt liegt uns nicht durch unseren Kamerafokus offen, sondern durch unser ganz ureigene Tiefe, mit der wir die Welt betrachten.

Jasmin Frank

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